Im RuheForst Hunsrück stehen die Würde der Verstorbenen und der Schutz des Waldes an allererster Stelle.

Dieser Maxime haben sich alle weiteren Fragen unterzuordnen.

Häufig gestellte Fragen:

Was ist ein RuheBiotop?

Ein RuheBiotop ist eine Fläche im Wald, die als Grabfläche ausgewählt wird. Im Mittelpunkt befindet sich ein Naturmerkmal, welches ein Baum, ein Strauch oder auch ein großer moosüberzogener Baumstumpf sein kann. Um dieses Naturmerkmal herum befinden sich in der Regel bis zu 12 Grabstätten für Urnen. Im RuheForst Hunsrück gibt es jedoch auch einzelne ausgewählte Biotope mit bis zu 18 Plätzen sowie Partnerbiotope, die von vornherein nur zwei Plätze beinhalten und so einem Paar die Möglichkeit bieten, einen Baum für sich alleine zu haben.
Da es sich im RuheForst Hunsrück um einen homogenen Waldbestand handelt, stehen hier derzeit nur Bäume (Eichen und Buchen) als Biotopmittelpunkte zur Verfügung.

Kann ich auch schon zu Lebzeiten ein RuheBiotop erwerben?

Viele Menschen haben den Wunsch, die Art der Beisetzung und ihre letzte Ruhestätte selbst festzulegen. Im RuheForst Hunsrück ist dies möglich: Bei einem Spaziergang durch den alten Eichen- und Buchenwald (etwa 80 % Eichen, 20 % Buchen) kann eine Grabstätte dort ausgewählt werden, wo es am besten gefällt. Durch die lange vertragliche Laufzeit (bis zum 31. Dezember 2106) erwerben häufig auch jüngere Menschen eine Ruhestätte.

Was ist der Unterschied zwischen einem Gemeinschafts- und einem FamilienBiotop?

Ein GemeinschaftsBiotop ist vergleichbar mit einem Reihengrabfeld auf einem herkömmlichen Friedhof. Die Plätze werden von uns einzeln vermarktet und Sie haben keinen Einfluss darauf, wer dort ihr „Nachbar“ wird. Allerdings haben Paare selbstverständlich die Möglichkeit, zwei nebeneinander liegende Plätze zu erwerben. So ist es z. B. die Regel, dass beim Tode eines Ehepartners der überlebende Partner sich den Platz daneben gleich mit erwirbt.

Bei einem FamilienBiotop erwirbt man alle bis zu 12 Grabstätten zusammen und besitzt somit ein eigenes Biotop, dessen Grabstätten für die Familie, aber auch für Freunde, über mehrere Generationen genutzt werden können.

Wie kann ich mir ein Biotop aussuchen?

Zur Biotopauswahl vereinbaren Sie einen Einzelführungstermin (kostenlos und unverbindlich, Telefon (0 67 85 – 94 37 40) mit Alfred Römer, der für die Ortsgemeinde Niederhosenbach den RuheForst Hunsrück betreut. Hierbei werden Ihnen die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gezeigt und erläutert. Bei dieser Gelegenheit können auch weitere Fragen zum Ablauf oder zum Thema Beisetzung besprochen werden. Ansonsten kann auch im Anschluss an eine Gruppenführung ein Biotop ausgewählt werden. Für Personen, die den RuheForst nicht besuchen können, wählen wir gerne im Auftrag ein wunschgemäßes Biotop aus.

Da der RuheForst Hunsrück kein hauptamtlich besetztes Büro unterhält, sondern nebenberuflich betreut wird, dürfen Sie gerne abends bis 20:00 Uhr anrufen.

Sind Erdbestattungen möglich?

Nein, Erdbestattungen sind nicht möglich, der Erdaushub würde den Wurzelbereich der Bäume massiv schädigen. Im RuheForst sind deshalb nur Urnenbestattungen erlaubt. Die Beisetzungsstellen sind etwa 2,50 m vom Baum entfernt, wo das Ausheben der Gräber an den Wurzeln keinen Schaden mehr anrichtet.

Woraus besteht die Urne?

Im RuheForst Hunsrück ist ab dem 01.09.2010 nur noch eine einheitliche aus einheimischer Buche handwerklich gefertigte Urne zugelassen. Eine Beschreibung der Urne finden Sie unter „Downloads“. Noch genauer können Sie sich in der Homepage des Herstellers informieren: http://www.gutenberger-urne.de. RuheForst Hunsrück verwendet allerdings ausschließlich das Basismodell „Natura 01“. Die weiteren Modelle des Herstellers stehen hier nicht zur Verfügung!

Ist eine Grabpflege erforderlich?

Eine Grabpflege ist im RuheForst Hunsrück nicht gestattet. Das Erscheinungsbild des alten Laubwaldes soll erhalten bleiben; die Grabpflege übernimmt die Natur. Verpflichtungen zur Grabgestaltung für die Angehörigen entfallen somit.

Ist eine namentliche Kennzeichnung möglich?

Wenn Sie als Angehörige auf die Gestaltung des Namensschildes keinen Einfluss nehmen, wird zur Kennzeichnung der Grabstätten eine Tafel (10 x 6 cm) mit dem Namen und den persönlichen Daten (Geburts- und Sterbedatum) der/des Verstorbenen angebracht. Auch verschiedene Symbole (z. B. religiöser oder weltanschaulicher Art, Wald-, Blumen-, Tiermotive, Engel, Motive zu Beruf und Hobby oder Herkunft) können auf der Tafel angebracht werden. RuheForst Hunsrück verfügt über einen umfangreichen Katalog, aus dem Sie auswählen können. Aber selbstverständlich dürfen Sie auch eigene Vorlagen mitbringen, die wir dann allerdings in Form einer Schwarzweiß-Zeichnung benötigen.

Nach der sechsten Belegung werden alle bisherigen Namen und Daten auf einem größeren Schild (10 x 18 cm) in der Reihenfolge des Eintritts der Sterbefälle  zusammengefasst.

Das Anbringen der Schilder ist eine kostenfreie Leistung von RuheForst Hunsrück.

Auf ausdrücklichen Wunsch kann auf die Namensnennung auch verzichtet werden.

Wie kommen die Wertungsstufen zustande?

Objektive Kriterien sind der Stammdurchmesser, das Alter und auch die Lage. Es liegt auf der Hand, dass z. B. eine junge Buche von 20 cm Dicke geringer bewertet wird als eine solche von 50 cm Ø. Auch Kriterien wie die Nähe zum Andachtsplatz oder zum Parkplatz fließen in die Bewertung mit ein. Einfachste Erklärung: Je stattlicher der Baum, desto stattlicher der Preis.

Gibt es Beschränkungen hinsichtlich des Wohnortes?

Der letzte Wohnort spielt für eine Beisetzung im RuheForst Hunsrück keine Rolle. Urnenversand ist heutzutage deutschland- und sogar weltweit kein Problem mehr, deshalb wählen gebürtige Hunsrücker aus aller Welt, die den Wunsch verspüren, ihren Lebenskreis zu schließen, gerne ihre letzte Ruhestätte im RuheForst Hunsrück aus.

Antworten zu allgemeinen Fragen finden Sie unter „Vorsorge“, „Bestattung“ und „Umbettung“ in der Homepage unserer Zentrale: http://www.ruheforst.de

Übrigens: RuheForst Hunsrück verwendet für seinen gesamten Schriftverkehr ausschließlich Papier aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft.